Wie nehme ich am SEPA-Zahlungsverkehr teil?

Für die Teilnahme am SEPA Zahlungsverkehr gilt es zu unterscheiden ob nur SEPA Überweisungen oder auch SEPA Lastschriften getätigt werden sollen.
Für SEPA Überweisungen reicht es IBAN und BIC des eigenen Kontos und des Zahlungsempfängers zu kennen.
Für SEPA Lastschriften werden zusätzlich die Gläubiger ID und das entsprechende Mandat benötigt.

Was sind IBAN und BIC?

IBAN und BIC ersetzen bei SEPA Zahlungen die Kontonummer und Bankleitzahl sowohl von Auftraggeber als auch Empfänger.
Der BIC (Bank Identifier Code) ist eine festgelegte international gültige Bankleitzahl. Dieser wird von der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) an die Banken vergeben.
Die IBAN (International Banc Account Number) setzt sich aus einem international standardisiertem Format zusammen. Aus diesem Format lässt sich eindeutig die Bankidentifikation und die Kontonummer ableiten.

Aufbau des BIC

Beispiel: BIC der Deutschen Bundesbank in Berlin (MARKDEF1100)

Bankcode Ländercode Codierung des Ortes Kennzeichnung der Filiale
MARK DE F1 100

Aufbau einer deutschen IBAN

Die IBAN dient Beispiel: DE21200500000123456000

Ländercode Prüfziffer Bankleitzahl Kontonummer (wird mit Nullen aufgefüllt)
DE 21 20050000 0123456000

Gläubiger ID für SEPA Lastschriften

Die Gläubiger Identifikationsnummer ist ein verpflichtendes Merkmal zur eindeutigen Kennzeichnung eines Gläubigers.
Diese wurde im Rahmen des SEPA Lastschriftverfahrens erstmals in Deutschland eingeführt. Sie wird ausschließlich von der Deutschen Bundesbank vergeben und kann durch ein kostenloses, elektronisches Verfahren beantragt werden.

Aufbau einer deutschen Gläubiger ID

Die Gläubiger ID ist in Deutschland genau 18 Stellen lang. Sofern bei der Beantragung kein anderer Wert festgelegt wird, belegt die Bundesbank die Geschäftsbereichskennung mit ZZZ vor.

Beispiel: DE98ZZZ09999999999

Ländercode Prüfziffer Geschäftsbereichskennung nationales Identifikationsmerkmal
DE 98 ZZZ 09999999999